RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Tierkrankheiten » Durch Zecken verursachte Krankheiten beim Hund – Hepatozoonose und Zeckenparalyse

Zecken gelten allgemein als Überträger von Krankheiten. Neben den häufiger bei Hunden durch Zecken hervorgerufenen Krankheiten, wie Babesiose und Borreliose, gibt es noch weitere Krankheiten, die allerdings eher selten vorkommen. Zwei Beispiele dafür sind die Hepatozoonose und die sogenannte Zeckenparalyse.

Zecken verschluckt – Hepatozoonose möglich

Die Erkrankung wird von der braunen Hundezecke übertragen und ist vor allem bei Hunden im Mittelmeerraum häufiger anzutreffen. Aber auch in Deutschland wurde Hepatozoonose schon nachgewiesen, überwiegend bei Tieren, deren Besitzer Urlaub mit dem Hund in den betroffenen Regionen gemacht haben.

Anders als die meisten durch Zecken übertragenen Krankheiten werden die Erreger der Hepatozoonose nicht durch einen Zeckenbiss weitergeleitet. Die Hunde infizieren sich mit dieser Erkrankung, indem sie sich die Zecke vom Fell abbeißen und diese entweder verschlucken oder zerbeißen und sie anschließend in den Verdauungstrakt des Hundes gelangt. Von dort aus gelangen sie durch das Blut über die Darmwand in den Körper des Hundes und greifen hier Zellen in Leber, Milz, Lunge, Muskeln und Knochenmark an.

In den meisten Fällen verläuft die Krankheit unauffällig. Bei manchen Tieren, die beispielsweise schon durch andere Erreger infiziert sind, kann es lebensbedrohlich für den Hund werden. Zu den Symptomen, die im Zusammenhang mit dieser Krankheit auftreten, gehören Fieber, Gewichtsabnahme, ein steifer Gang sowie Schmerzen in der Lendenregion. Zusätzlich kann es auch zu blutigem Durchfall uns Augen- sowie Nasenausfluss kommen. Eindeutig abgeklärt werden kann die Diagnose nur mithilfe eines Bluttests. Bisher gibt es noch keine spezifische Therapie und auch eine komplette Beseitigung des Erregers aus dem Körper des Hundes ist noch nicht machbar. Eine klinische Heilung kann jedoch mittels einer Kombination verschiedener Antibiotika erreicht werden.

Zeckenparalyse

Hierbei handelt es sich nicht direkt um eine Krankheit, sondern vielmehr um eine allergische Reaktion. Wenn sich Zecken an ihrem Wirt festsaugen, sondern sie einen betäubenden Wirkstoff ab, der Nervengifte enthält. Abhängig von der Zeckenart sowie dem Gesundheitszustand des Hundes, kann es in manchen Fällen dazu führen, dass das Tier allergisch auf die abgegebenen Nervengifte reagiert und sich eine Paralyse, also Lähmungserscheinungen einstellen.

Dies äußert sich zuerst in Form einer allgemeinen Schlaffheit, welche anschließend in eine Lähmung der Hinterbeine und dann in eine komplette Lähmung übergeht. Wird die Zeckenparalyse nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es bis zur Lähmung der Atemmuskulatur und damit verbunden zum Tod des Tieres kommen. Wird die Zecke jedoch rechtzeitig entfernt, tritt meist schnell eine Besserung der Symptome auf.

© 2010 Tierarzt Blog · RSS:Artikel