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Ein studierter Veterinärmediziner kann nach dem Absolvieren seines Studiums, das aus einem theoretischen Teil und zahlreichen Praktika besteht, in unterschiedlichen Arbeitsbereichen tätig werden. Zu den möglichen Tätigkeitsfeldern zählen, neben der ärztlichen Versorgung von Haustieren in einer Kleintierpraxis, zum Beispiel die Betreuung von Großtieren im Zoo, der Tierschutz und die Seuchenbekämpfung im öffentlichen Veterinärwesen sowie wissenschaftliche Funktionen in Forschung und Lehre.

Haustiere und ihre Versorgung in der Kleintierpraxis

In deutschen Haushalten leben mehr als 20 Millionen Haustiere. Diese müssen im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrfach von einem Tierarzt in Augenschein genommen werden. Der Tiermediziner ist verantwortlich für die Krankheitsbekämpfung und die Gesunderhaltung seiner Patienten. Dabei muss er teilweise Verletzungen behandeln, Brüche richten und fachgerecht versorgen sowie Infektionen bekämpfen. Die Impfung der Haustiere gehört genauso zu seiner täglichen Arbeit, wie die Kastration und die Sterilisation der Tiere. Wenn keine Aussicht auf Heilung besteht und das Leiden eines Tieres beendet werden soll, trägt der Tierarzt die Verantwortung für das schmerzfreie Einschläfern. Dies geschieht durch die Injektion eines Narkotikums in tödlicher Dosierung.

Haustiere als Gesundheitsrisiko für den Tierarzt

Haustiere mit scharfen Zähnen

Haustiere mit scharfen Zähnen - © pixelmaster-x by pixelio.de

Nicht alle Haustiere sind einverstanden mit der Behandlung durch den Arzt. Deswegen wird dieser immer wieder mit abwehrenden Haltungen seiner Patienten konfrontiert. Infektionen durch Kratz- und Bisswunden von zum Beispiel Katzen, Hunden, Vögeln und auch Schildkröten, die während der Versorgung nicht ausbleiben, stehen für den Arzt auf der Tagesordnung. Doch diese Verletzungen sind noch relativ harmlos. Sie werden desinfiziert und mit einem Wundverband versehen.

Die Gefahren, denen die Kollegen im Bereich der Groß- und Nutztierversorgung gegenüberstehen, sind erheblich größer. Innere Verletzungen durch den Tritt eines Pferdes oder einer Kuh können sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Deswegen belegen Tierärzte in der Arbeitsunfallstatistik schon seit vielen Jahren einen der vorderen Plätze.

Aber nicht nur die durch die Tiere zugefügten Verletzungen zählen mit in diese Statistik hinein. Ein weiteres Problem für den Tierarzt sind die langen Arbeitszeiten. Anhand einer empirischen Studie wurde ermittelt, dass zwei Drittel aller Tierärzte deutlich über 40 Stunden pro Woche arbeiten, ein Viertel sogar mehr als 60 Stunden. Bei akuten Erkrankungen oder Verletzungen eines Haustieres stehen Hausbesuche auf der Agenda des Tiermediziners. Steigt dieser übermüdet und unter Zeitdruck in sein Fahrzeug, erhöht sich die Unfallgefahr um ein Vielfaches.

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