Zwingerhusten – Ansteckende Infektionskrankheit bei Hunden

Zwingerhusten ist der gebräuchlichere Name der infektiösen Tracheobrinchitis. Dabei handelt es sich um eine hochansteckende Infektionskrankheit der oberen Atemwege (Luftröhre und Bronchien) des Hundes, die weltweit verbreitet ist. Die Bezeichnung Zwingerhusten ist dadurch entstanden, dass die Krankheit vermehrt dann auftritt, wenn viele Hunde auf recht engem Raum, wie einem Zwinger, gehalten werden. Aber auch Hunde, die allein gehalten werden, können daran erkranken.

Auslöser des Zwingerhustens

Ausgelöst wird der Zwingerhusten, der via Tröpfcheninfektion verbreitet wird, durch die Kombination verschiedener Erreger. Der primäre Erreger dieser Krankheit ist das Canine Parainfluenzavirus. Hinzukommen im Zuge einer Sekundärinfektion in der Regel noch verschiedene Bakterien, wie Bordetella bronchiseptica Bakterien, die auch am Katzenschnupfen beteiligt sind. Begünstigt wird der Zwingerhusten durch diverse Umwelteinflüsse, die das Immunsystem des Hundes beeinträchtigen können. Hierzu zählen eine hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Stress und mangelnde Hygiene.

Zwingerhusten - Abgeschlagenheit kann ein erstes Krankheitsanzeichen sein
Zwingerhusten - Abgeschlagenheit kann ein erstes Krankheitsanzeichen sein - © superburg by stock.xchng

Die Inkubationszeit nach der Ansteckung liegt zwischen vier und zehn Tagen. Die Symptome sind zu Beginn der Krankheit meist unspezifisch. Wirken Hunde abgeschlagen und vermindert leistungsfähig, können dies die ersten Anzeichen für den Zwingerhusten sein. Atembeschwerden, Nasenausfluss sowie Husten sind weitere Symptome. Die Hustenanfälle setzen bei dieser Erkrankung oftmals schlagartig ein, ziehen sich über einen längeren Zeitraum hin und sind so erheblich, dass sie einen starken Würgereiz auslösen.

Zwingerhusten – Behandlung und Prävention

Zur Behandlung des Zwingerhustens sollten Hundebesitzer einen Tierarzt aufsuchen. Da an dieser Krankheit mehrere Erreger beteiligt sind, können verschiedene Mittel, wie Schleimlöser, Antibiotika und Antitussiva einzeln oder kombiniert zur Behandlung eingesetzt werden. Zur Stärkung des Immunsystems können zusätzlich auch homöopathische Mittel verabreicht werden. Aufgrund der Vielzahl der Erreger, die am Zwingerhusten beteiligt sind, kann sich die Behandlung mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Um Hunde vor einer Ansteckung mit dem Zwingerhusten zu schützen, sind vorbeugende Impfungen möglich. Gegen Canines Parainfluenzavirus kann ein Impfschutz mittels eines Einzelimpfstoffs oder auch durch eine Kombinationsimpfung, welche auch vor Staupe, Hepatitis und Parvovirose schützt, aufgebaut werden. Vor den Bordetella bronchiseptica Bakterien können die Tiere durch eine sogenannte Nasenimpfung, bei der der Wirkstoff auf die Nasenschleimhaut aufgetragen wird, geschützt werden.

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