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Hunde sind ein beliebtes Wirtstier von Zecken. Sie halten sich häufig gerne an den bevorzugten Aufenthaltsorten der Zecken, wie im hohen Gras und im Unterholz auf. Zusätzlich bietet das Fell des Hundes den Zecken ein optimales Versteck.

Wer das Risiko eines Zeckenbisses bei seinem Tier reduzieren will, sollte von vorneherein einige Faktoren beachten.

Zeckenbiss - Vorsicht bei Spaziergängen im hohen Gras

Zeckenbiss - Vorsicht bei Spaziergängen im hohen Gras - © knipseline by pixelio.de

Um einen Zeckenbiss zu vermeiden, sollte man es beispielsweise besonders in den Monaten April bis Juni sowie im September und Oktober eher vermeiden, mit dem Tier im dichten Unterholz im Wald spazieren zu gehen. Ebenso sollte man den Hund nach dem Spaziergang gründlich nach einem eventuellen Zeckenbiss absuchen. Je nach der Fellfarbe und der Felllänge des Hundes ist es nicht immer einfach, die Zecken zu sehen. Um einem Zeckenbiss vorzubeugen erhalten die Hundehalter auch bei Tierärzten entsprechende unterstützende Mittel, wie zum Beispiel spezielle Halsbänder, Sprays, Pulver, Puder oder auch Tropfen, die auf die Haut zwischen den Schulterblättern aufgetragen werden. Jedoch können auch diese Mittel Zeckenbisse nicht verhindern und dementsprechend kommt es immer mal vor, dass sich Zecken am Hund festsaugen.

Ein Zeckenbiss wird nicht immer bemerkt

Die meisten Zecken besitzen keine Augen, sondern erkennen ihre Opfer anhand der abgegebene Körperwärme, dem ausgeatmeten Kohlendioxid sowie am Körpergeruch. Obwohl ausgewachsene Zecken bis zu einer Höhe von 1,50 Metern klettern können, halten sie sich zumeist weiter unten auf, um sich so einfach von vorbeikommenden Tieren abstreifen zu lassen.

Einmal auf dem Körper des Wirtes angekommen suchen sie sich für den Zeckenbiss zum Blutsaugen eine Stelle, an der die Haut relativ dünn und gut durchblutet ist. Dort reißen sie die Haut mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen quasi auf, bohren ihren Stechrüssel hinein, injizieren eine Art Betäubungsmittel und beginnen mit dem Blutsaugen. Der umgangssprachlich oft verwendete Begriff Zeckenbiss, ist daher eigentlich falsch, da es sich eher um einen Zeckenstich handelt. Hat sie genügend Blut aufgenommen, fällt die Zecke einfach wieder ab. Oftmals wird es auch nicht bemerkt, dass der Hund einen Zeckenbiss hatte. Entdeckt man jedoch eine festgesaugte Zecke, sollte man beim Zecke entfernen auch bestimmte Dinge beachten.

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