Tierheilpraktiker – Alternative Behandlungsmethoden für Tiere

Im Gegensatz zu Tierärzten, deren Ausbildung ein mehrjähriges Studium mit etlichen Praktika beinhaltet und durch die Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) genau geregelt ist, gibt es für Tierheilpraktiker keine entsprechenden Vorschriften. Weder die Berufsbezeichnung „Tierheilpraktiker“ ist geschützt, noch gibt es gesetzliche Regelungen hinsichtlich der Ausbildung und Berufsausübung. Anders als bei humanen Heilpraktikern muss ein Tierheilpraktiker keine Ausbildung nachweisen, welche durch eine staatlich anerkannte Prüfung abgeschlossen wurde.

Tierheilpraktiker – Ausbildung

Aufgrund der fehlenden gesetzlichen Regelungen existieren auch keine staatlichen Schulen, die eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker ermöglichen. Lediglich verschiedene private Schulen bieten Kurse in unterschiedlichem Umfang an. Somit ist auch der Kenntnisstand der einzelnen Tierheilpraktiker sehr unterschiedlich. Während einige ihr Wissen in Form von wenigen Wochenendseminaren erworben haben, können andere eine mehrjährige Ausbildung an einer größeren Schule vorweisen.

In Deutschland gibt es für den Bereich der Tierheilpraktiker insgesamt sieben Berufsverbände. Diese beinhalten teilweise auch Ausbildungsstätten, an denen Tierheilpraktiker ausgebildet werden. Hier werden unter anderem Grundlagen in der Anatomie und Physiologie verschiedener Tierarten sowie die Anwendung der unterschiedlichsten Behandlungsmethoden vermittelt, welche in einem abschließenden Zertifizierungsverfahren geprüft werden. Eine Mitgliedschaft in einem dieser Berufsverbände ist jedoch für Teilheilpraktiker nicht zwingend notwendig.

Tierheilpraktiker – Behandlungsmethoden

Tierheilpraktiker betrachten nicht nur die einzelnen Symptome, sondern widmen sich dem Tier ganzheitlich und betrachten den Zusammenhang von Körper, Seele und Umwelt, da in diesem Zusammenhang oftmals die Ursachen für Störungen und Krankheiten zu suchen sind. Sie sind im Allgemeinen spezialisiert auf die Behandlung von Tieren mittels alternativer Methoden. Dabei kommen einerseits traditionelle Therapieverfahren, wie beispielsweise Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie und Kinesiologie zum Einsatz, andererseits werden auch modernen Verfahren, wie Bioresonanztherapie oder Elektroakupunktur angewendet.
Da Tierheilpraktiker verschiedenen Gesetzen und Verordnungen unterliegen (Arzneimittelgesetz, Seuchenrecht, Tierschutzgesetz) und sind daher in ihrer Berufsausübung eingeschränkt. Beispielsweise dürfen sie zur Behandlung der Tiere keine verschreibungspflichtigen Medikamente einsetzen und auch chirurgische Angriffe sind ihnen untersagt.

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