Katzenschnupfen – Mehr als nur eine einfache Erkältung bei Katzen

Sind die Augen von Katzen verklebt und die Nase dreckig und verkrustet, können dies die ersten Anzeichen des sogenannten Katzenschnupfens (auch infektiöse Katzenrhinitis) sein. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die in erster Linie die Atemwege und Schleimhäute der Tiere befällt. Katzen können sich damit unabhängig von der Jahreszeit infizieren. Da die Erreger bei dieser Erkrankung durch Tröpfcheninfektion über Nasensekret und Speichel direkt von Tier zu Tier übertragen werden, tritt Katzenschnupfen oft da auf, wo viele Tiere gemeinsam leben, beispielsweise in Katzenpensionen oder Tierheimen. Aber auch eine indirekte Ansteckung über infizierte Gegenstände wie Fressnäpfe und Spielzeuge sowie durch den Menschen, der die Erreger mit den Schuhen einschleppen kann, ist möglich. Auf den Menschen ist diese Krankheit jedoch nicht übertragbar.

Ein häufiges Anzeichen für Katzenschnupfen sind Verkrustungen an Augen und Nase
Ein häufiges Anzeichen für Katzenschnupfen sind Verkrustungen an Augen und Nase - © Maren Beßler by pixelio.de

Beim Katzenschnupfen wirken in der Regel mehrere Erreger in einem Komplex zusammen. Vor allem Caliciviren und Herpesviren sind Auslöser dieser Krankheit. Ist das Immunsystem der Tiere durch die primären Krankheitserreger geschwächt, kommen meist noch sekundäre Erreger in Form von Bakterien hinzu, die den Krankheitsverlauf verstärken.

Symptome des Katzenschnupfens

Die ersten Anzeichen des Katzenschnupfens können bereits ein bis fünf Tage nach der Ansteckung auftreten. Die Katzen wirken träge, sind appetitlos und niesen vermehrt. Tränende, verklebte Augen, wässriger Nasenausfluss sowie Fieber und geschwollene Lymphknoten sind weitere Symptome. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verschlechtert sich das Krankheitsbild. Der Nasenausfluss wird eitrig, auf der Zunge sowie im gesamten Mund- und Rachenraum bilden sich Entzündungen, sodass die Tiere erhebliche Probleme bei der Atmung und Futteraufnahme aufweisen. Besonders bei jungen Katzen ist die Krankheit gefährlich. Werden sie nicht frühzeitig behandelt, kann der Katzenschnupfen tödlich verlaufen.

Behandlungsmethode bei Katzenschnupfen

Auch wenn nicht jedes Niesen gleich eine Ansteckung mit Katzenschnupfen bedeuten muss, sollten Katzenbesitzer nach Feststellung der Symptome einen Tierarzt aufsuchen, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Handelt es sich tatsächlich um Katzenschnupfen, wird das Tier mit Medikamenten behandelt, die die Abwehr der Katze stärken. Zur Bekämpfung der durch Bakterien hervorgerufenen Sekundärinfektionen werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt.

Vorbeugend ist eine Impfung gegenCalici- und Herpesviren ratsam. Junge Katzen sollten im Alter zwischen acht und zwölf Wochen das erste Mal geimpft werden. Eine weitere Impfung erfolgt drei bis vier Wochen später. Danach muss die Impfung jährlich einmal wiederholt werden. Auch wenn dies eine Ansteckung nicht verhindern kann, ist der Krankheitsverlauf bei geimpften Katzen deutlich milder.

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