Hufrehe – Symptome und Behandlungsmaßnahmen

Hufrehe ist eine gefährliche Erkrankung des Pferdes, bei der die Huflederhaut entzündet ist und es dadurch zu einer Rotation oder Absenkung des Hufbeins kommen kann. Generell können alle Pferde daran erkranken. Besonders gefährdet sind jedoch Ponys und Robustpferde. In der Regel sind die Vorderbeine der Tiere von dieser Krankheit betroffen.

Symptome der Hufrehe

Gesunde Hufe ohne Hufrehe sollten so aussehen
Gesunde Hufe ohne Hufrehe sollten so aussehen - © Günter Havlena by pixelio.de

In der Vielzahl der Fälle wird die Hufrehe erst entdeckt, wenn die Huflederhaut bereits entzündet ist. Das deutlichste Anzeichen einer akuten Erkrankung ist ein steifer Gang und eine unterständige Gliedmaßenstellung, durch die das Pferd das Gewicht auf die Hinterbeine verlagert, um die Vorderbeine zu entlasten. Weiterhin kann auch hohes Fieber, begleitet von Schweißausbrüchen und Muskelzittern auftreten. Dauert die akute Phase bereits länger als 48 Stunden an, gilt dies als chronische Hufrehe. Da Hufrehe ein Notfall ist, müssen Tierbesitzer beim Entdecken erster Anzeichen unverzüglich einen Tierarzt benachrichtigen.

Therapiemaßnahmen bei Hufrehe

Das Pferd sollte in eine mit Torf, Sand oder Sägemehl ausgelegte Box gestellt und der betroffene Huf bis zum Eintreffen des Tierarztes mit kalten Verbänden gekühlt werden. Dies hemmt den Entzündungsprozess und lindert die Schmerzen des Pferdes. Auch wenn das Futter nicht die Ursache der Rehe ist, ist eine sofortige Futterumstellung ratsam. Ein an Hufrehe erkranktes Pferd sollte vor allem Stroh und Heu zu fressen bekommen.

Je eher man mit den Therapiemaßnahmen zur Behandlung von Hufrehe beginnt, umso besser sind die Chancen auf Heilung. Der Tierarzt behandelt die Hufrehe zunächst durch die Gabe schmerzlindernder, entzündungshemmender und durchblutungsfördernder Medikamente. Zusätzlich können Arzneimittel, die zur Anregung der Nierenfunktion und zur Entgiftung dienen verabreicht werden. Zur Entlastung und Stabilisierung des Hufs wird oftmals ein Rehegips angelegt. Je nach Krankheitsstadium kann dieser unterschiedlich große Bereich des Hufes umfassen. Neben dem Tierarzt kommt dem Hufschmied eine wichtige Rolle bei der Behandlung der Hufrehe zu. Er sorgt beispielsweise dafür, dass die Hufeisen entfernt werden, übernimmt das Kürzen oder Erhöhen der Trachten und kümmert sich um einen speziellen Rehebeschlag.

Folgen der Hufrehe

Die Heilungsaussichten und die Folgen der Hufrehe sind anhängig davon, wie schwer die Erkrankung ist. Bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung können die Tiere nach einer gewissen Zeit wieder geritten werden. Tiere, die bereist einmal an Hufrehe erkrankt sind, sind allerdings anfällig für erneute Reheschübe. Ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass sich die Hufkapsel ablöst, raten Tierärzte dazu, das Pferd einzuschläfern.

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