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Der Tierarzt steht noch immer sehr weit oben auf der Liste der beliebtesten Berufswünsche. Die Anzahl der Studienbewerber ist etwa viermal so hoch, wie die Anzahl der angebotenen Plätze. In Deutschland kann man das Studium der Tiermedizin/ Veterinärmedizin an Universitäten in fünf Städten absolvieren. Berlin, Leipzig, München, Hannover und Gießen bieten diesen Studiengang an. Eine direkte Bewerbung an einer Universität in den genannten Städten ist jedoch nicht möglich. Die Studienplatzvergabe erfolgt zentral und wird über den „NC“ (den Numerus clausus) geregelt. Dieser schwankt jedes Jahr. Mit einer Abiturnote von 2,0 sollte man allerdings ein bis zwei Wartesemester einplanen.

Auch ohne den Nachweis eines Abiturzeugnisses hat man die Möglichkeit, den fachbezogenen Hochschulzugang über den Nachweis einer beruflichen Ausbildung, verbunden mit einer Hochschulzugangsprüfung zu erwerben.

Tierarzt in der Ausbildung

Tierarzt in der Ausbildung - © derateru by pixelio

Die Ausbildung zum Tierarzt ist nach der derzeitig gültigen tierärztlichen Approbationsordnung (TAppO) vom 10. November 1999 geregelt. Die Regelstudienzeit beträgt elf Semester und ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Davon sind neun Semester für die Theorie vorgesehen. Im Laufe des Studiums sollen ein Jahr lang praktische Erfahrungen als Tierarzt gesammelt werden.

Tierarzt – Studieninhalte der Veterinärmedizin

In den ersten beiden der vier sogenannten „vorklinischen“ Semester, werden die Fächer Physik, Chemie, Zoologie, Botanik und allgemeine Radiologie gelehrt. Bei Bestehen der Prüfung nach dem zweiten Semester erhält der Student das Vorphysikum. Nach dem vierten Semester bekommt er sein Physikum. Dafür muss er nachweisen, dass er sich umfassendes Wissen in den Fächern Anatomie, Histologie, Embryologie, Biochemie, Tierzucht und Genetik angeeignet hat.

Zwischen- und Abschlussprüfungen der Tierarzt-Ausbildung

Nach dem fünften Semester kann das 1. Staatsexamen abgelegt werden.

Die Prüfung zum 2. Staatsexamen darf frühestens nach neun Semestern abgelegt werden. Schwerpunkte sind dabei: Tierzahnheilkunde, Chirurgie, Orthopädie und Augenheilkunde.

Nach Abschluss des 3. Staatsexamens erhält der Student seine Approbation und somit die Berechtigung, als Tierarzt arbeiten zu dürfen.

Neben den theoretischen Kenntnissen, die sich der angehende Tierarzt im Laufe seines Studiums aneignet, ist er verpflichtet, umfassende praktische Erfahrungen zu sammeln.

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