RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Berufsbild der Tierarztes » Die Ausbildung zum Tierarzt – Der praktische Teil

Tierarzt im OP

Tierarzt im OP - © michpowell by stock.xchng

Neben den umfangreichen Kenntnissen, die sich ein Student der Veterinärmedizin im Laufe seiner theoretischen Ausbildung zum Tierarzt aneignet, verlangt der Lehrplan auch das Absolvieren zahlreicher berufsbezogener Praktika. Dadurch soll der Student zum einen auf seine spätere Tätigkeit vorbereitet werden und zum anderen soll er zeigen, dass er das Gelernte umsetzen kann. Die Praktika werden vorwiegend studienbegleitend durchgeführt. Der letzte große Praxisblock stellt den Studienabschluss dar.

Der Tierarzt – Praxisbezug im Studium

Die praktischen Erfahrungen sammelt der Student in sechs Blöcken in verschiedenen Einrichtungen.

  1. Ein Teil der Arbeit muss in landwirtschaftlichen Betrieben, in der Tierzucht und der Tierhaltung abgeleistet werden. Für diesen Block sind etwa 70 Stunden eingeplant.
  2. In einem vierwöchigen Praktikum in einer tierärztlichen Praxis sammelt der Student erste Erfahrungen in seinem späteren Arbeitsfeld. Bei diesem praktischen Teil kommt er hauptsächlich mit im Haushalt lebenden Tieren in Kontakt.
  3. Der dritte Abschnitt beinhaltet die Hygienekontrolle. Mindestens 75 Stunden muss sich der angehende Tierarzt mit diesem Thema beschäftigen.
  4. 100 Stunden verbringt er in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung.
  5. Auch mit der Überwachung und Untersuchung von Lebensmitteln wird er betraut. 75 Stunden sind dafür vorgesehen.
  6. Den abschließenden sechsten Teil seiner praktischen Ausbildung absolviert der Student der Veterinärmedizin dann erneut in einer Tierarzt-Praxis. Dann sind es allerdings vier Monate am Stück, in denen er sich mit den vielfältigen Aufgaben des Tierarztes auseinanderzusetzen hat: Dabei gehören die Behandlung von Wunden, Brüchen und Infektionen genauso zu seinen täglichen Arbeiten wie Impfungen, Kastrationen und Sterilisationen sowie das Einschläfern todkranker Tiere.

Auch wenn während des Studiums nicht alle Probleme behandelt werden können, die einem studierten Veterinärmediziner im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit begegnen werden, so verfügt er doch über ausreichend Grundlagenwissen, um diese Aufgaben zielführend anzugehen. Auch jahrelange praktische Erfahrungen können nicht verhindern, dass immer wieder neue Problemfälle auf die Tierärzte zukommen. Aber gerade das macht dieses Berufsfeld so spannend.

© 2010 Tierarzt Blog · RSS:Artikel