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Entwirt des Fuchsbandwurms können neben Füchsen auch Hunde und Katzen sein

Entwirt des Fuchsbandwurms können neben Füchsen auch Hunde und Katzen sein - © Helga Schmadel by pixelio.de

Eine der wichtigsten Parasitenarten, von denen Haustiere häufig befallen werden, sind Würmer. Zu den bei Hunden und Katzen am häufigsten vorkommenden Wurmarten gehören Faden-, Band- und Saugwürmer. Einer der bekanntesten Vertreter aus der Kategorie der Bandwürmer ist der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis), der auch auf den Menschen übertragbar ist.

Verbreitung und Körperbau des Fuchsbandwurms

Wie aus dem Namen hervorgeht, tritt dieser am häufigsten bei Füchsen auf. Das Hauptverbreitungsgebiet des Fuchsbandwurms sind die gemäßigten bis kalt-gemäßigten Klimazonen in Mitteleuropa sowie Nordamerika. In Deutschland schwankt die Befallsdichte enorm. Während die Anzahl der betroffenen Tiere im Norden und Osten in der Regel unter zehn Prozent liegt, sind in den südlichen Region zum Teil bis zu achtzig Prozent der Füchse mit dem Fuchsbandwurm infiziert.

Im Gegensatz zu einigen Bandwurmarten, die eine Länge von mehreren Metern erreichen können, wird der Fuchsbandwurm bei einem Durchmesser von einem Millimeter nur bis zu drei Millimetern lang. Der Körper des Fuchsbandwurms ist in mehrere Körperabschnitte, sogenannte Proglottiden, unterteilt, in denen jeweils ein Satz von Geschlechtsorganen zur Produktion von Eiern und Spermien enthalten ist. Am Kopf des Fuchsbandwurms befinden sich zahlreiche Saugnäpfe und Haken, mit denen er sich an der Darmwand des Wirtstiers festhält.

Der Lebenszyklus des Fuchsbandwurms

Für den Fuchs ist der Bandwurm in der Regel ungefährlich. Der Parasit nistet sich oftmals unbemerkt in den Darmzotten im hinteren Teil des Dünndarms ein. Hier ernährt er sich von der halbverdauten Nahrung des Fuchses und widmet sich der Fortpflanzung. Pro Tag werden über den Fuchskot etwa 200 Wurmeier ausgeschieden, welche anschließend von einem Zwischenwirt aufgenommen werden. Als Zwischenwirt fungieren vor allem kleine Nager, wie Rötel- oder Feldmaus. Nach der Aufnahme lösen sich die Eikapseln im Magen des Zwischenwirts auf und die Larven gelangen über die Darmwand in die Blutbahn und von da aus in die Organe. Indem sie sich hier einnisten, schwächen sie die Zwischenwirte und sorgen dafür, dass diese leichte Beute für den Endwirt sind. So gelangt der Fuchsbandwurm wieder in den Körper eines Endwirtes und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Hunde und Katzen können ebenfalls als Endwirt für den Fuchsbandwurm infrage kommen. Anders als beim Menschen, wo er zu schweren Organschäden führen kann, ist er bei Hunden und Katzen im Allgemeinen ungefährlich. Trotzdem sollten die Tiere in regelmäßigen Abständen entwurmt werden. Zur Auswahl des richtigen Mittels sollte am besten ein Tierarzt zurate gezogen werden. Um verschiedene Wurmarten und unterschiedliche Entwicklungsstadien zu bekämpfen, empfehlen sich Wurmkuren mit Breitbandwirkung.

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