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Wer sein Studium der Veterinärmedizin erfolgreich abgeschlossen hat, bekommt als Tierarzt verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten. Einerseits ist es denkbar, seine eigene Praxis zu eröffnen oder als Angestellter in einer Praxis bzw. Tierklinik beschäftigt zu werden. Andererseits kann man aber beispielsweise auch in Zoos, beim Veterinäramt, in Verbraucherschutzministerien, in Forschungsinstituten oder sogar bei der Bundeswehr arbeiten.

Gemäß einer Statistik, welche 2009 im Auftrag der Bundestierärztekammer erstellt wurde, waren im Dezember 2009 in Deutschland insgesamt 35.780 Veterinäre registriert. Mit 18.544 weiblichen Tierärzten lag die Frauenquote damit bei etwa 52 Prozent.

Registrierte Tierärzte in Deutschland

Registrierte Tierärzte in Deutschland - eigene Darstellung

Von der Gesamtheit der registrierten Tierärzte waren 71 Prozent auch tierärztlich tätig. Dies bedeutet, dass sie unter anderem folgende Tätigkeiten ausüben:

  • sämtliche materielle und intellektuelle Handlungen mit dem Ziel ein Tier zu diagnostizieren und zu therapieren, inklusive der Verschreibung tiermedizinischer Präparate
  • die Untersuchung und Beurteilung von Lebensmitteln tierischer Herkunft
  • sowie das Ausstellen amtlicher Dokumente im Zusammenhang mit der Tiergesundheit

Tierärztlich tätige Veterinäre

Mit rund 46 Prozent bilden die praktizierenden Tierärzte den Hauptanteil dieser Tiermediziner. Von ihnen arbeiten 75 Prozent in einer Einzelpraxis, während die übrigen 25 Prozent in Gemeinschafts- bzw. Gruppenpraxen beschäftigt sind.

Nach den praktizierenden Ärzten stellen die verbeamteten Tierärzte sowie die angestellten Veterinäre im öffentlichen Dienst die nächste größere Gruppe dar (zusammen 21 Prozent). Diese können sowohl bei der Veterinärverwaltung auf Bundes-, Landes- oder Kreis-/Gemeindeebene als auch bei Instituten und Ämtern (Bsp.: Bundesamt, Landesuntersuchungsamt, Tiergesundheitsdienst), veterinär-medizinischen Bildungsstätten oder anderen Hochschulen und Universitäten arbeiten.

Etwa fünf Prozent der Tierärzte verdienen ihren Lebensunterhalt in der Privatwirtschaft bzw. in der Industrie. Die meisten in diesem Bereich sind in der Pharmaindustrie tätig. Aber auch die Fleischwaren- und Lebensmittelindustrie sowie die Futtermittelindustrie benötigt die Spezialisten in ihrem Bereich.

Zwei Prozent der deutschen Tierärzte sind im Ausland tätig. Die verbleibenden 26 Prozent der tierärztlich tätigen Veterinäre arbeiten als Praxisassistenten oder Praxisvertreter, als Angestellte in der Landwirtschaft, bei der Bundeswehr, als Referendare oder sind anderweitig veterinär-medizinisch tätig.

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