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Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch Borrelia Bakterien, welche zur Gattung der Spirochäten gehören, hervorgerufen wird. Übertragen wird diese Krankheit vor allem durch Zecken, in Deutschland durch den gemeinen Holzbock. Borreliose kann nicht nur für den Menschen gefährlich werden, sondern sie bedeutet auch beispielsweise für Hunde stellenweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

In Abhängigkeit von der regionalen Lage sind in Deutschland im Schnitt etwa 20 bis 30 Prozent aller Holzböcke mit Borrelien infiziert. Auch die Larven und Nymphen dieser Zeckenart nehmen die Erreger schon bei Blutmahlzeiten von infizierten Tieren auf. Im Darm der Zecke vermehren sie sich schließlich, bevor sie in eine Art Ruhephase übergehen. Bei der nächsten Blutmahlzeit der Zecke gelangen die Bakterien dann vom Darm aus in den Speichel und werden somit auf das jeweilige Wirtstier übertragen. Dieser Prozess, indem die Zecke die Erreger der Borreliose überträgt, beginnt in der Regel erst 24 Stunden, nachdem die Blutmahlzeit begonnen hat.

Borreliose – Infektion ist anfangs schwierig zu erkennen

Borreliose: Warnung vor Zecken

Borreliose: Warnung vor Zecken - © FRIESE 1962 by pixelio.de

Wurden die Borrelia Bakterien beim Zeckenbiss auf den Hund übertragen, vermehren sie sich an der Bissstelle, was zu einer Rötung in dieser Region führt. Beim Hund ist dieses Anzeichen jedoch eher selten bzw. bei dunklem Fell schlecht zu erkennen. Anschließend können sich die Erreger im ganzen Körper des Tieres ausbreiten und sowohl Organe und Gelenke als auch das gesamte Nervensystem angreifen. Die Inkubationszeit bei der Borreliose ist meist recht lang und kann zwischen zwei und fünf Monaten liegen. Bricht die Krankheit aus, äußert sich dies vorrangig durch Symptome wie Lahmheit sowie eine Schwellung und Entzündung der Gelenke, hinzukommen Appetitlosigkeit und Fieber.

Wer den Verdacht hat, dass sein Tier an Borreliose erkrankt ist, sollte umgehend zum Tierarzt, da nur dieser eine verbindliche Diagnose stellen kann. Behandelt wird die Krankheit durch eine mehrwöchige Therapie mit Antibiotika. Zur Linderung der Symptome kann auch Homöopathie für Hunde zum Einsatz kommen. Vorbeugend ist in Deutschland für Hunde bereits ein Impfstoff vorhanden, allerdings ist dieser noch nicht lange am Markt, sodass Langzeiterfahrungen noch fehlen. Daher ist es wichtig das Tier regelmäßig nach Zecken abzusuchen und diese schnellstmöglich zu entfernen, um eine Infektion von vorneherein zu verhindern.

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